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Landesärztekammer stärkt Mainzer Medizinstudierenden den Rücken (Landesärztekammer Rheinland-Pfalz)
Mainz. Die Medizinstudierenden haben für ihre heutige Protestaktion vor der Universitätsmedizin Mainz das volle Verständnis der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.  
 
Die Medizinstudieren beklagen zum einen die massive Kürzung des Lehrbudgets und zum anderen die schlechten Bedingungen im Praktischen Jahr (PJ).

Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz lehnt die geplanten Kürzungen für die Lehre ebenfalls strikt ab. Die Ärztekammer kritisiert zudem auch aufs Schärfste den Beschluss der Lehrkrankenhäuser in Rheinland-Pfalz, ab dem nächsten Jahr auf jegliche Vergütung der PJler zu verzichten. Auch dass Sachleistungen wie kostenfreies Wohnen, Verpflegung sowie Zuschüsse für Lehrbücher und Fahrtkosten gedeckelt beziehungsweise sogar gestrichen werden sollen, kritisiert die Landesärztekammer.

„Es ist unerträglich und unethisch zugleich, wenn angehende junge Kolleginnen und Kollegen zwar im Vollzeiteinsatz zur erheblichen Entlastung des Klinikbetriebs beitragen, aber dafür keine annähernd angemessene Vergütung erhalten“, stärkt Landesärztekammer-Präsident Professor Dr. Frieder Hessenauer den Medizinstudierenden den Rücken.

Im PJ, dem letzten Jahr des Medizinstudiums, arbeiten die Mainzer Studierenden Vollzeit ohne Bezahlung im Krankenhaus; die Lehrkrankenhäuser sind jedoch zum Teil bis zu 150 Kilometer von Mainz entfernt. Viele Studierende sind somit gezwungen, zusätzlich zur 40-Stunden-Woche zu jobben oder Kredite aufzunehmen, um finanziell über die Runden zu kommen. Hessenauer: „Für die Lehre und die Ausbildung ist dies nicht förderlich! Die Zeit neben der Klinikarbeit soll als Studienzeit frei bleiben.“

Die Landesärztekammer hat bereits vor kurzem in einem Brief an Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, die auch Vorsitzende des Aufsichtsrates der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist, appelliert, rasche Abhilfe zu leisten und ausreichende Entschädigungen für die PJler zuzulassen.
 
 
 
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