Landesärztekammer hat großes Verständnis für Forderung und Aktionen der Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern (Landesärztekammer Rheinland-Pfalz)
Mainz. Großes Verständnis für die geplanten Aktionen der Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern äußert der rheinland-pfälzische Landesärztekammer-Präsident Professor Dr. Frieder Hessenauer.
Das Ergebnis der Urabstimmung des Marburger Bundes hat gezeigt, dass „Ärztinnen und Ärzte nicht mehr länger bereit sind, die immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen als gegeben zu akzeptieren“.
Die Ärztinnen und Ärzte fordern vor allem eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht, an den Wochenenden und an den Feiertagen. Hessenauer: „Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben diese Forderungen ihre Berechtigung.“
Ärztinnen und Ärzte arbeiten rund um die Uhr, um ihre Patienten zu versorgen. Der Krankenhausbetrieb wird durch Bereitschaftsdienste in der Nacht aufrechterhalten. Immer häufiger wird Bereitschaftsdienst als Ersatz für Vollarbeit genutzt, um vorhandene Kapazitäten möglichst komplett auszulasten. Somit hat inzwischen die Zahl der Arbeitsstunden zu ungünstigen Zeiten wie etwa nachts im Vergleich zur Regelarbeitszeit deutlich zugenommen.
Hessenauer: „Das ist gelebte Realität und deshalb ist es auch nur eine logische Folgerung, dass Bereitschaftsdienste besser vergütet werden müssen als bisher.“ Und die Behauptung, dass Ärztinnen und Ärzte während ihres Bereitschaftsdienstes mehr schlafen als arbeiten, „ist eine reine Mär“. Die Arbeitsbelastung steigt immer weiter – auch außerhalb der Regelarbeitszeiten.
Deutschlandweit arbeiten an kommunalen Krankenhäusern 55.000 Ärztinnen und Ärzte.