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Landesärztekammer ehrt im Namen der Bundesärztekammer Professor Dr. Jürgen Riemann für sein außerordentliches Fortbildungs-Engagement

Mainz. Für sein außerordentliches Engagement um die berufliche Fortbildung der Ärztinnen und Ärzte hat die Bundesärztekammer in Berlin den in Ludwigshafen lebenden Professor Dr. Jürgen Riemann mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette ausgezeichnet.



Diese Auszeichnung vergibt die Bundesärztekammer an verdiente Persönlichkeiten, um deren außerordentlichen Einsatz anzuerkennen und sich dafür zu bedanken. Die Ernst-von-Bergmann-Plakette wird vom Präsidenten der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages verliehen. Stellvertretend für die Bundesärztekammer hat Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis diese Ehrung im Namen der Bundesärztekammer jetzt in Mainz an Professor übergeben.
 
Professor Riemann (73) hat sich all die Jahre mit großem Engagement für die ärztliche Fortbildung eingesetzt. Sei es mit Vorträgen bei internationalen und nationalen Kongressen oder auch bei von ihm selbst organisierten Fortbildungsveranstaltungen, würdigte Matheis in seiner Laudatio zur Verleihung während des Sommerfestes der Landesärztekammer in Mainz.
 
Nach seinem Medizinstudium in Tübingen und Innsbruck und der Medizinalassistentenzeit in Tübingen erhielt Riemann 1970 seine Approbation. Es folgte ein Auslandsaufenthalt an der University of Wisconsin im Department of Pathology. Seine Weiterbildung im Bereich der Inneren Medizin erfolgte zunächst in Hamburg am Universitätsklinikum Eppendorf sowie am Bundeswehrkrankenhaus. Er wechselte dann an die Universitätsklinik Erlangen und habilitierte dort 1979. Von 1985 bis 2008 war Riemann Direktor der Medizinischen Klinik C des Klinikums der Stadt Ludwigshafen mit Schwerpunkt Gastroenterologie, gastroenterologische Onkologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten.
 
Von 2000 bis 2014 war er Vorsitzender der Gastro-Liga. Die Gastro-Liga hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Bevölkerung gastroenterologische Krankheitsbilder zu erklären und insbesondere eine gesunde Lebensweise zu vermitteln. Seit 2006 sitzt er zudem der Stiftung LebensBlicke vor, die sich um die Früherkennung von Darmkrebs kümmert. Diese Stiftung, die Riemann gegründet hat, verfolgt das Ziel, nicht nur bei Ärztinnen und Ärzten, sondern auch bei Patientinnen und Patienten die Koloskopie als wirksame Vorsorgemaßnahme bekannt zu machen. In Sachen Früherkennung von ist Riemann nach wie vor unermüdlich im Einsatz. So auch erst kürzlich bei der gemeinsamen Aktion der Landeszentrale für Gesundheitsförderung zur Darmkrebsprävention, bei der er mit seinem Expertenwissen ein wertvoller und wichtiger Unterstützer gewesen ist.
 
Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und darüber hinaus im Berufsverband der Deutschen Internisten hat Professor Riemann sich ein „höchstes Maß an Reputation“ erworben. Darüber hinaus engagiert er sich seit 2015 als Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Krebsstiftung.
 
„Nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern bundesweit genießt Professor Riemann mit seiner Arbeit hohe Wertschätzung“, stellte Kammer-Präsident Matheis fest. Sein Wirken rund um die Früherkennung des Darmkrebses hat bereits der Bundespräsident mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt.
 
Zum Hintergrund der Ernst-von-Bergmann-Plakette
Ernst Gustav Benjamin von Bergmann (1836 – 1907) war Chirurg und Professor der Medizin an der Universität Dorpat, der Universität Würzburg und seit 1882 an der Universität Berlin. Seine wesentlichen Verdienste sind die Mitbegründung der Hirnchirurgie und die Einführung der Asepsis bei der Wundbehandlung. Ernst von Bergmann leitete mehrere Jahre als Präsident die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie und entwickelte viele operative Methoden neu oder weiter. Er gilt als einer der größten Chirurgen seiner Zeit.



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Copyright © 2017 Bezirksärztekammer Rheinhessen. Letzte Aktualisierung: 05.08.2015
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