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Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst sollen wie Klinikärzte bezahlt werden

Mainz. Die Landesärztekammer begrüßt ausdrücklich den Beitritt des Landes Rheinland-Pfalz zur Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen.


Diese Akademie, die ihren Sitz in Düsseldorf hat, ist eine wichtige länderübergreifende Bildungseinrichtung für Aus-, Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten des Öffentlichen Gesundheitswesens (ÖGD). „Mit seinem Beitritt setzt das Land ein wichtiges Signal für die Stärkung des ÖGDs“, so Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis.

 

Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, die 1971 mittels Staatsvertrag gegründet worden ist, wird als Bildungseinrichtung von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein getragen.

 

Im gesamten Bundesgebiet stoßen viele Gesundheitsämter trotz ihres Engagements an ihre Grenzen. Ihre gesellschaftlich wichtigen Aufgaben können sie mitunter nicht mehr überall bewältigen. Gründe hierfür sind fehlende Ärztinnen und Ärzten und unzureichende finanzielle Ausstattung. In Krisensituation sind die Grenzen der Belastbarkeit längst erreicht beziehungsweise sogar überschritten.

Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den vergangenen 20 Jahren um rund ein Drittel zurückgegangen. 2016 gab es etwa 2500 Ärztinnen und Ärzte, die in den kommunalen Gesundheitsämtern tätig waren.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit 52 berufstätige Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Bereits 2014 warnte der Deutsche Ärztetag vor dem Ausbluten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

 

Der Ärztemangel im Öffentlichen Dienst ist auch eine Folge der schlechten Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern, so Ärztekammer-Präsident Matheis: „Eine Angleichung der Tarifgehälter der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist daher unverzichtbar.“ Denn Nachwuchsgewinnung im ÖGD ist schwierig, da die Gehälter der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen um rund 1.000 Euro brutto im Monat niedriger liegen als die der Klinikärzte. Der Ärztekammer-Präsident: „Ärztinnen und Ärzte im ÖGD sollten genauso bezahlt werden wie Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus.“

 



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Copyright © 2017 Bezirksärztekammer Rheinhessen. Letzte Aktualisierung: 05.08.2015
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